Wasserrute bei Hund - Ursachen, Symptome, Behandlung & Vorbeugung
- Marina Heumann-Männel

- vor 6 Stunden
- 2 Min. Lesezeit

Die Rute ist für Hunde viel mehr als nur ein Schwanz – sie ist Ausdruck von Freude, Kommunikation und Gleichgewicht. Umso beunruhigender ist es für viele Halter, wenn die Rute plötzlich schlaff nach unten hängt und der Hund starke Schmerzen zeigt. Die sogenannte Wasserrute, auch als Limber Tail bekannt, ist eine sehr schmerzhafte, aber meist vorübergehende Erkrankung. In diesem Artikel erfährst du alles über Symptome, Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten und wie du vorbeugen kannst.
Was ist die Wasserrute?
Die Wasserrute ist eine entzündliche Überlastung der Muskulatur am Rutenansatz. Betroffen sind die kleinen Muskeln und Gelenke, die eng mit der Lenden- und Kreuzbeinregion verbunden sind. Häufig tritt die Erkrankung nach dem Schwimmen, durch Kälte oder nach intensiver Belastung auf. Typisch ist, dass die Rute am Ansatz noch leicht absteht, dann aber schlaff und unbeweglich nach unten hängt.
Symptome der Wasserrute
Die Anzeichen treten meist plötzlich auf und sind für den Hund sehr schmerzhaft:
Rute hängt kraftlos und steif nach unten
Hund vermeidet Wedeln oder jede Bewegung der Rute
Schmerzreaktion bei Berührung
Schwierigkeiten beim Hinsetzen, Aufstehen oder Treppensteigen
Begleitend: gesenkter Rücken oder verspannte Hinterhand
Viele Halter sind erschrocken, weil es so wirkt, als sei die Rute gebrochen – in Wahrheit steckt eine entzündliche Überlastung dahinter.
Ursachen und Auslöser
Häufige Alltagssituationen:
Schwimmen in kaltem Wasser
Kälte und Zugluft, vor allem bei nassem Fell
Überlastung durch langes Rennen, Spielen oder Training
Mögliche körperliche Ursachen:
Stauchungen oder Überlastungen der Schwanzwirbelgelenke
Entzündungen kleiner Gelenke zwischen den Schwanzwirbeln
Vorübergehende Durchblutungsstörung (Ischämie) der Rutenmuskulatur
Muskelschäden am Rutenansatz (kaudale Myopathie)
Vorbelastungen an Lendenwirbelsäule oder Kreuzbein, die Beschwerden verstärken
Behandlung und Unterstützung
Die Wasserrute ist sehr schmerzhaft und sollte ernst genommen werden. Ein Besuch beim Tierarzt ist fast immer notwendig, um die Diagnose zu sichern und eine Schmerztherapie einzuleiten.
Zusätzlich helfen unterstützende Maßnahmen:
Ruhe und Schonung, damit die Entzündung abklingen kann
Wärme im Bereich des Rutenansatzes
Physiotherapie: gezielte Massagen, Wärmebehandlungen, Laser- und Lichttherapie fördern die Durchblutung, lösen Verspannungen und beschleunigen die Regeneration
Mit der richtigen Kombination aus tierärztlicher Behandlung und Physiotherapie erholen sich die meisten Hunde innerhalb weniger Tage bis Wochen.
Vorbeugung der Wasserrute
Da die Erkrankung für Hunde extrem schmerzhaft ist, lohnt es sich, vorzubeugen:
Hund nach dem Baden gründlich abtrocknen und warm halten (z. B. mit Hundemantel)
Kein Sprung ins kalte Wasser bei kühlem Wetter
Trainingsbelastung im Wasser langsam steigern und nicht übertreiben
Bei langen Autofahrten oder Transportboxen regelmäßige Pausen einplanen, damit die Rute gut durchblutet bleib
Mein Fazit:
Die Wasserrute ist eine plötzlich auftretende und sehr schmerzhafte Erkrankung, die Hunde stark einschränkt. Auch wenn sie meist vorübergehend ist, sollte unbedingt der Tierarzt aufgesucht werden. Mit Ruhe, Wärme und unterstützender Physiotherapie kann die Heilung beschleunigt werden – und durch einfache Vorbeugung kannst du deinem Hund diese schmerzhafte Erfahrung oft ersparen.




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