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Eispfoten beim Hund – wenn Schnee schmerzhaft wird

  • Autorenbild: Marina Heumann-Männel
    Marina Heumann-Männel
  • vor 5 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit


Der Winter bedeutet für viele Hunde pure Lebensfreude: Toben im Schnee, Rennen, Springen und ausgiebiges Wälzen gehören für sie einfach dazu. Was nach unbeschwertem Spaß aussieht, kann jedoch schnell zur Belastung werden – insbesondere für die Pfoten.

 

Warum entstehen Eispfoten?

Beim Spielen im Schnee wird im Körper des Hundes vermehrt Adrenalin ausgeschüttet. Dadurch werden Kälte und Schmerzen häufig erst spät wahrgenommen. Gleichzeitig kann sich Schnee zwischen den Pfotenballen festsetzen und dort zu harten Eisklumpen verdichten.

Das kann folgende Folgen haben:

  • schmerzhafter Druck auf die Pfotenballen

  • Reizungen oder kleine Verletzungen der Haut

  • gestörte Durchblutung der Pfoten

  • erhöhte Gefahr einer Unterkühlung

Gerade bei ausgiebigen Schneespaziergängen oder langem Toben fällt das Problem oft erst auf, wenn der Hund bereits Schmerzen hat.

 

Nicht nur die Pfoten sind betroffen

Unterkühlung betrifft nicht ausschließlich die Pfoten. Besonders empfindlich reagieren auch Nase und Ohren

Vor allem Hunde mit

  • wenig  oder gar kein Fell (Nackthunde) 

  • geringer oder fehlender Unterwolle

kühlen hier deutlich schneller aus.

 

Typische Anzeichen für Eispfoten

Viele Hunde zeigen recht klare Signale, wenn ihre Pfoten Probleme bereiten, zum Beispiel:

  • Pfoten werden abwechselnd angehoben

  • plötzliches Stehenbleiben oder Verweigern des Weiterlaufens

  • intensives Lecken oder Knabbern an den Pfoten

  • Unruhe oder sichtbares Unwohlsein beim Spaziergang

Wer diese Anzeichen früh erkennt, kann mit einfachen Maßnahmen viel dazu beitragen, Schmerzen zu lindern und weiteren Kälteschäden vorzubeugen.

 

Was hilft bei Eispfoten?

Im Winter gilt: lieber angepasst als zu viel. Bewährt haben sich vor allem folgende Maßnahmen:

  • kürzere Spaziergänge bei sehr kalten Temperaturen

  • Pfoten nach dem Spaziergang mit lauwarmem Wasser abwaschen


    (zu heißes Wasser kann schmerzhaft sein und die Haut reizen)

  • bei längeren Spaziergängen oder Wanderungen gut sitzende Hundeschuhe verwenden

  • Pfotenbalsam zur Pflege und zum Schutz der Haut, vor und nach dem Spaziergang

  • Fell zwischen den Pfoten kürzen

So lassen sich Schnee, Eis und mögliche Streureste schonend entfernen und die Pfoten bleiben widerstandsfähiger.

 

Winterbekleidung als ergänzende Unterstützung

Ergänzend zum Pfotenschutz kann im Winter auch geeignete Hundebekleidung eine wichtige Unterstützung sein, insbesondere bei:

  • Seniorenhunden

  • frisch operierten Hunden

  • Hunden mit Erkrankungen wie Arthrose, bei denen Kälte Schmerzen und Steifheit oft zusätzlich verstärkt

Passende Winterbekleidung kann helfen, den Körper warm zu halten und Muskelverspannungen vorzubeugen. Da dieses Thema viele Aspekte umfasst, wird es bewusst in einem separaten Beitrag noch einmal ausführlich behandelt.

 

Mein Fazit:

Eispfoten sind kein harmloses Winterproblem. Sie können für Hunde sehr schmerzhaft sein und sollten ernst genommen werden. 

Mit Aufmerksamkeit, angepasster Bewegung, gezielter Pfotenpflege und einem Blick auf den gesamten Hundekörper lässt sich jedoch viel vorbeugen – damit der Winter für Hund und Halter sicher und möglichst beschwerdefrei bleibt.

 
 
 

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