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Vorsicht beim Gassi: So erkennst du Riesenbärenklau

  • Autorenbild: Marina Heumann-Männel
    Marina Heumann-Männel
  • vor 5 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit


Der Riesenbärenklau ist nicht nur für uns Menschen eine ernstzunehmende Gefahr – auch unsere Hunde können sich beim Spaziergang verletzen, ohne dass wir es sofort bemerken. Besonders tückisch: Die Pflanze sieht harmlos aus, wird oft mit heimischen Wildpflanzen verwechselt und wächst bevorzugt an Wegen, Waldrändern oder Bachläufen.


Was macht den Riesenbärenklau so gefährlich?

Die Pflanze enthält sogenannte Furanocumarine – das sind chemische Stoffe, die in Verbindung mit UV-Licht phototoxisch wirken. Berührt dein Hund die Pflanze mit Nase, Pfote oder Maul und kommt anschließend mit Sonnenlicht in Kontakt, kann es zu schweren Hautreaktionen kommen. Auch das Ablecken von kontaminierten Pfoten kann gefährlich sein. 


Symptome nach Kontakt:

☀️ Rötungen, Quaddeln, Bläschen oder Schwellungen☀️ Starker Juckreiz oder Brennen☀️ Schmerzen bei Berührung☀️ In schweren Fällen: Fieber, Apathie oder Lahmheit

Die Symptome können verzögert auftreten – achte daher auch nach dem Spaziergang genau auf Veränderungen an Haut und Verhalten.

 

Erste Hilfe bei Kontakt:

🆘 Spüle betroffene Stellen sofort mit klarem Wasser ab (keine Seife!).🆘 Vermeide direkte Sonneneinstrahlung – bring deinen Hund ins Haus oder in den Schatten.🆘 Beobachte die betroffenen Hautstellen für 24–48 Stunden.🆘Bei starken Reaktionen: Kontaktiere deinen Tierarzt.

💡 Hinweis: Wasser kann die Giftstoffe von der Haut abspülen, ersetzt aber keine Beobachtung – besonders bei empfindlicher Haut oder Schleimhautkontakt.

 

So schützt du deinen Hund:

✅ Meide stark bewachsene Wege mit hohem Gras, besonders im Sommer.✅ Halte deinen Hund in betroffenen Gebieten lieber an der Leine.✅ Kontrolliere nach dem Spaziergang Pfoten, Beine und Bauch.✅ Wasche bei Verdacht vorsorglich die Pfoten ab und meide Sonne.

 

Achtung, Verwechslungsgefahr!

Viele heimische Pflanzen sehen dem Riesenbärenklau zum Verwechseln ähnlich – etwa Wiesen-Bärenklau, Engelwurz oder Wilde Möhre. In meinem Instagram-Post siehst du im direkten Vergleich, worauf du achten kannst.

Wenn du unsicher bist, ob in eurer Umgebung Riesenbärenklau wächst: Frag andere Hundebesitzer oder informiere dich bei der Gemeinde. In einigen Regionen gibt es sogar Meldeportale oder Karten.

 

Mein Fazit:

Der Riesenbärenklau ist nicht nur eine imposante, sondern auch eine hochgefährliche Pflanze – für Mensch und Tier gleichermaßen. Besonders Hunde sind beim Toben, Schnüffeln oder Liegen im Gras schnell betroffen, ohne dass Halter es sofort bemerken. Wer die typischen Merkmale kennt und beim Gassigehen aufmerksam bleibt, kann das Risiko jedoch deutlich reduzieren.Tritt dennoch eine Reaktion auf, gilt: Ruhe bewahren, betroffene Stellen schützen, Tierarzt kontaktieren – und lieber einmal zu viel handeln als zu wenig.

 
 
 

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