Abwehrkräfte im Winter - Warum Bewegung für Hunde so wertvoll ist
- vor 6 Stunden
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Der Winter bringt für viele Hunde – und ihre Menschen – eine ruhigere Zeit mit sich. Die Spaziergänge werden kürzer, der Boden ist kalt oder rutschig, und zwischen den Runden wird mehr gelegen als bewegt. Das ist völlig normal. Gleichzeitig verändert sich damit aber auch einiges im Körper.
Bewegung spielt nicht nur für Muskeln und Gelenke eine Rolle, sondern wirkt sich auf den gesamten Organismus aus – auch auf die körpereigenen Abwehrmechanismen. Regelmäßige, moderate Aktivität unterstützt den Kreislauf, fördert die Durchblutung und hilft dem Körper dabei, in Balance zu bleiben.
Gerade im Winter ist das besonders wertvoll:Kalte Temperaturen, weniger Bewegung und lange Liegezeiten können dazu führen, dass Muskeln schneller verspannen und der Körper insgesamt träger wird. Viele Hunde starten dann sprichwörtlich „kalt“ in den Spaziergang – mit einem höheren Risiko für Überlastungen oder kleine Verletzungen.
Mein Winter-Physio-Gedanke:Nicht schneller, weiter oder intensiver – sondern bewusster. Ziel ist es, die Muskulatur fit zu halten oder sie gezielt zu trainieren, ohne den Hund zu überfordern. Ein gut vorbereiteter Körper kann Belastungen besser abfangen und sich schneller wieder entspannen.
Wohltuendes Warm-up für zuhause:Schon kleine Aufwärmmassagen vor dem Spaziergang können viel bewirken. Sanfte Ausstreichungen entlang der Muskulatur regen die Durchblutung an und helfen dem Körper, sich auf Bewegung einzustellen.Nach dem Spaziergang dürfen diese ruhigen Griffe gern wiederholt werden – sie unterstützen die Entspannung und können Verspannungen vorbeugen. Auch Wärmebehandlungen, zum Beispiel mit Rotlicht, sind im Winter eine sinnvolle Ergänzung.
Praktische Tipps für den Winteralltag:
lieber mehrere kurze Spaziergänge als seltene, sehr lange Runden
langsam starten und dem Hund Zeit zum Warmwerden geben
kontrollierte Bewegung statt wildem Toben auf kaltem Untergrund
Schnüffelspiele und ruhige Kopfarbeit als gelenkschonende Ergänzung
auf ausreichend Pausen und warme Liegeplätze achten
Jeder Hund bringt andere Voraussetzungen mit – Alter, Gesundheitszustand und bisherige Belastbarkeit spielen dabei eine große Rolle. Umso wichtiger ist es, im Winter genau hinzuschauen und Bewegung individuell anzupassen.
Mein Fazit:
Winter bedeutet nicht, dass Bewegung in den Hintergrund rücken muss – sondern dass sie bewusster wird. Ein langsames Ankommen im Spaziergang, kleine Aufwärmrituale, gezielte Bewegung und ausreichend Ruhe helfen dem Körper deines Hundes, auch in der kalten Jahreszeit im Gleichgewicht zu bleiben.Oft sind es nicht die großen Trainingseinheiten, sondern die kleinen, regelmäßigen Impulse, die langfristig den größten Unterschied machen – für Muskulatur, Beweglichkeit und das allgemeine Wohlbefinden.




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